“Ein Roman, der ebenso genau wie leicht vom Gewicht des Lebens spricht.”
Aus der Begründung der Jury zur Verleihung des Deutschen Buchpreises 2005
“Arno Geigers großartiger, meisterlicher Zeitroman ist ein erstaunlicher Wurf… Seine Fähigkeit, die verschiedenen Familienmitglieder zum Sprechen zu bringen, ist beeindruckend.”
Ulrich Rüdenauer, Tagesspiegel, 09.10.05
“Mit verblüffender Feinfühligkeit macht Arno Geiger seine Gestalten lebendig und glaubhaft. Die Personen sind fest verankert in den Zeitläufen, sie sind durch das kontinuierliche Erzählen im Präsens von einer fabelhaften Leichtigkeit und Nähe … Mit meisterhafter Beiläufigkeit erzählt Arno Geiger Privates und Historisches, aus der Epoche der Väter und Grossväter mit ebensolcher Sensibilität wie aus neuerer Zeit, unscheinbare Details, die erst durch den Wortwitz ihren Glanz bekommen. … Ein großer Roman!”
Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.05
“Es ist eben die Literatur, die gleichzeitig von Vergessen und Erinnern erzählen kann und der es mit den Mitteln der Fiktion manchmal gelingt, ein wenig von der verloren geglaubten Zeit als Möglichkeit zurückzugewinnen.”
Kolja Mensing, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.05
“Ein fulminantes, exzellent geschriebenes Buch.”
Wolfgang Paterno, profil, 12.09.05
“… versteht es Geiger wie wenige deutschsprachige Autoren, Dialoge zu schreiben und Figuren, vor allem Frauenfiguren, zu charakterisieren. Es ist ein melancholisch-melodisch dahinfließendes Buch, in seinem Dahinfließen geheimnisvoll wie die Zeit, aber es ist auch – wie jedes gute Buch – ein Buch der Verzauberung und Verführung zum Leben.”
Stefan Gmünder, Der Standard, 10.09.05
“Ein großartiger Familienroman … Herausragend! ‘Es geht uns gut’ gehört zum Bemerkenswertesten, was zurzeit in der Literatur deutscher Sprache zu lesen ist. … Arno Geiger erzählt ohne Sentimentalität mal chronologisch, mal gegen die Chronologie, mit großer Könnerschaft.”
Volker Hage, Der Spiegel, 29.08.05
“Arno Geigers großer österreichischer Familien- und Geschichtsroman jenseits nostalgischer Klischees … ein Werk von Einfühlungsgabe, Sprachkraft und Intelligenz.”
Tilman Krause, Die Welt, 27.08.05
Internationale Pressestimmen
“Für ein Land bescheidener Größe ist Österreich etwas, was man einen Fall von literarischer Überbevölkerung nennen könnte: 8 Millionen Einwohner, und unter diesen, in nahe beieinanderliegenden Zeiten, Hugo von Hofmannstahl, Hermann Broch, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Robert Musil. Weniger als 100.000 Quadratkilometer, übermächtige Nachbarn, Friedhöfe voll von Vergangenheit, eine löchrige Erinnerung, und in der Mitte von alldem Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke, Robert Menasse. Und jetzt Arno Geiger: ein kaum vierzigjähriger Schriftsteller, dessen vierter Roman seinen Platz wohl im Pantheon der Großen finden kann.”
Raphaëlle Rérolle, Le Monde, Paris
“Vielleicht ist er ein Gescheiterter, dieser Antiheld von “Es geht uns gut”, dem herausragenden, einzigartigen Familienromans von Arno Geiger. Geiger hat das Wunder geschafft: hat ein Stück des 20. Jahrhunderts erzählt, durch das Alltägliche, ohne ideologische Gerüste und das dauernde Aufzählen des historischen Geschehens… Philipps Haus ist ein von der Feuchtigkeit und den Jahren verfärbtes Traumbild: auch er hat das begriffen, und er ist, in einem surrealen Finale, zum Fortgehen bereit, weit weg, von den Erinnerungen befreit.”
Luigi Forte, La Stampa, Turin
